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PESTIZIDE, AUCH IN GERINGEN MENGEN GIFTIG: BIO-PRODUKTE ALS LÖSUNG

Veröffentlicht am: 04 März 2019

Chemische Substanzen werden in der Landwirtschaft eingesetzt, um Unkraut zu beseitigen und die Nutzpflanzen vor Schädlingen und Pilzbefall zu schützen. Allerdings bringt eine exzessive Anwendung solcher Mittel gravierende Probleme für die Umwelt und die Gesundheit der Verbraucher mit sich.

Wie viel Pestizide werden in Italien verwendet?

Nach einem Bericht des italienischen Instituts für Umweltschutz ISPRA aus dem Jahr 2015 werden dort jedes Jahr 136.055 t Pflanzenschutzmittel verteilt, was einer Durchschnittsmenge von 4,9 kg pro ha Ackerfläche entspricht (in Venetien sogar bis zu 10 kg). Im europäischen Vergleich steht Italien an dritter Stelle hinter Spanien und Frankreich mit einem prozentualen Anteil von 16,2% bei den Ausgaben für Pflanzenschutzmittel. Es handelt sich dabei also um eine enorme Menge an schädlichen Substanzen, mit denen Menschen in Berührung kommen und durch Wasser, Nahrung, Atemwege und Haut aufnehmen. Beispielhaft sei hier ein Anstieg der Kontaminierung des Grundwassers um 10% im Zeitraum 2003-2006 genannt (Quelle: ISPRA).

Konsequenzen für den Menschen … und die Bienen

Die fortdauernde Belastung mit solchen Substanzen kann mit zahlreichen lebenswichtigen Funktionen und Organen von den frühesten Stadien des menschlichen Lebens an interagieren: bei Föten auf endokriner Ebene und in der kindlichen Entwicklungsphase durch Lern- und Verhaltensstörungen. Ganz allgemein kann man Pestizide als „Risikofaktoren für das Einsetzen von Gefäßerkrankungen, Diabetes, Parkinson, Krebs, Lymphome, Leukämie, Melanome, kognitive Schädigungen und ALS“ bezeichnen (Quelle: ISDE, die italienische Ärztevereinigung für die Umwelt).
Von amerikanischen Gerichten wurde festgestellt, dass Glyphosat, das am weitesten verbreitete Unkrautvernichtungsmittel der Welt, für das Auftreten von Tumoren bei den klagenden Landwirten verantwortlich ist. Der Hersteller wurde dazu verurteilt, bis zur Erbringung eines möglichen Gegenbeweises Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe zu leisten. Auch haben maßgebliche amerikanische Universitäten (Cornell und Austin) die Gefährlichkeit dieses Herbizids sowohl für Menschen und Haustiere, die sich von kontaminierten Nahrungsmitteln ernähren, als auch für die kostbaren Honigbienen nachgewiesen. Die Veränderungen ihrer Darmflora als Reaktion auf die Belastung mit Glyphosat führen in der Tat zu einem signifikanten Anstieg der Sterblichkeit.

Von den Haaren der Bürger zu den Grundnahrungsmitteln

Die Gruppe der Umweltparteien im Europäischen Parlament hat kürzlich beim Straßburger Institut IRES eine stichprobenartige Untersuchung mit 148 Personen (sowohl Land- als auch Stadtbevölkerung) aus 6 europäischen Ländern (u.a. Italien) in Auftrag gegeben. Dabei wurden deren Haare analysiert und herauskam, dass bei 60,1% der Teilnehmer Pestizide enthalten waren, teilweise sogar mehrere. Noch alarmierender ist allerdings, dass bei Kindern zwischen 10 und 20 Jahren der Prozentsatz auf 73,7% anstieg. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung BfR hat eine Untersuchung über 1814 gefährliche Substanzen wie Pestizide durchgeführt, die in Grundnahrungsmitteln vorkommen. Davon wurden immerhin 32% als verboten eingestuft, weil sie die DNA verändern, krebserregend sind oder das endokrine System beeinträchtigen.

Die Bio-Wende

Die entscheidende Antwort auf dieses Problem der Volksgesundheit ist die immer wichtiger werdende Verbreitung von Bio-Lebensmitteln, die von unabhängigen Stellen zertifiziert sind, welche regelmäßige Kontrollen garantieren, wobei in jeder Produktionsphase die strengen Vorgaben der Bio-Verordnung eingehalten werden müssen. In diesem Bereich arbeiten heute etwa 70.000 Betriebe allein in Italien, deren Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Anbaufläche schon 20% erreicht. Und wie seriöse wissenschaftliche Studien nachgewiesen haben, fördern Bio-Produkte die Gesundheit der Verbraucher, weil diese den Körper von Rückständen schädlicher Substanzen befreien.
Als eine von vielen Studien hat diejenige der kalifornischen Universität Berkeley gezeigt, dass der Verzehr von Bio-Lebensmitteln für nur 6 Tage bereits zu einem 60%igen Schadstoffrückgang im Körper führt. Des Weiteren veröffentlicht die Fachzeitschrift Jama Internal Medicine Daten aus einer Umfrage unter 70.000 französischen Freiwilligen aus dem Zeitraum 2009-2016, aus der hervorgeht, dass sich regelmäßige Konsumenten von Bio-Produkten einer insgesamt besseren Gesundheit erfreuen.

Die Produkte von Simonato, dem Bio-Kräutergarten

Seit 1997 hat sich unser Unternehmen mutig zum Anbau entsprechend der strengen Vorschriften für die biologische Landwirtschaft entschlossen, weil wir fest an eine ökologisch verträgliche Produktion glauben, die Natur und Umwelt respektiert. Unsere Gewächshäuser mit 40.000 m² Fläche sind so ausgestattet, dass sie die Ressource Wasser sparen oder wiederverwenden, und wir nutzen ausschließlich zertifizierte Rohstoffe. Außerdem unterzieht sich unser Unternehmen mit der gesamten Produktionskette regelmäßigen Überprüfungen durch entsprechende Kontrollorgane und Analysen, die von unabhängigen und zertifizierten Labors durchgeführt werden.
Unser Engagement für die Natur hat zur neuesten Entwicklung des innovativen, umweltfreundlichen Verpackungssystems BioKepos3 geführt. Dessen Topf kann direkt in die Erde gesetzt werden oder auf den Kompost, die Klarsichthülle zum Schutz der Pflanze ist aus stärkehaltigen Fasern und somit industriell kompostierbar und das Infoblatt aus Lebensmittelpapier ist mit zertifizierten Farben bedruckt und kann nach Verwendung in den Altpapiercontainer.
Eine absolute Neuheit im Frühling 2019 bilden unsere neuen Bio-Gemüsepflanzen, die kürzlich vom Umweltinstitut ICEA genehmigt wurden: Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini und Melonen – vollständig biologisch und bereit zum Einpflanzen in die Erde.
Für weitere Informationen, Anfragen zu unseren Produkten oder zu individuellen Verpackungslösungen senden Sie uns eine E-Mail an info@simonato.com